Kolonialzeit: Aufstand der Herero und Nama

Für uns heute gänzlich unvorstellbar, aber in der damaligen Zeit Stand der Dinge, waren die Völker Afrikas “Wilde”, zur Ausbeutung durch die Kolonialherren bestimmt. Menschen, Bodenschätze und seltene Tiere wurden von den europäischen Staaten aus Afrika erbeutet, die Naturvölker als Sklaven gehalten. Doch einige Stämme wollten sich diese Ausbeutung nicht mehr bieten lassen und begannen sich zu wehren. Mit erschreckendem Ausgang für diese tapferen Völker. Denn die Aufstände wurden durch die Kolonialstaaten blutig niedergeschlagen.

Die Herero und Nama - Deutsch Südwest-Afrika

Der baldige Aufstand dieser beiden Völker gegen die Deutschen begründen sich durch zwei Ausgangspunkte. Zum Einen die Ursache, dass den Völkern von den Siedlern immer mehr Weideland für das Vieh gestohlen wurde. Desweiteren der Zwang, für ein Hungerlohn bei den weißen Siedlern Arbeit verrichten zu müssen. Aufgrund von einer Rinderseuche und schlechter Ernte spitzte sich die Gesamtlage der Herero und Nama jährlich zu.

Zum  Anderen die schlechte Behandlung der Einheimischen durch weiße Siedler. Erschwerend kam hinzu, dass die einzelnen Stämme ständig im Krieg miteinander lagen, was die Ausgangslage und die Not noch verschlimmerte.

Das Fass kam zum Überlaufen, als die weißen Siedler - und hier nur 1 % Deutsche! - ihren Sklaven verboten, das Vieh auf dem Weideland der Farmer weiden zu lassen.

Der Aufstand

Die Anführer der Volksstämme riefen zum Viehdiebstahl bei den Weißen auf, waren korrupt und verschleiderten wertvolles Stammesland an weißen Farmern, die beherzt zugriffen. Der einfache einheimische Bauer verschuldete sich mit Krediten der weißen Farmer, die als Pfand das Weideland des schwarzen Mannes verlangte. Viele Einheimischen mussten zur Kredittilgung ihr Land dem weißen Mann übereignen und zukünftig für diesen als Lohnsklave zur Abarbeitung seiner Schuld arbeiten. Es kam zu Übergriffen von Schwarzen gegen weiße Siedlern.

Ab 1903 wurden weiße Farmerfamilien von Schwarzen brutal abgeschlachtet, tägliche Übergriffe Schwarzer auf weiße Farmen waren an der Tagesordnung. Hinzu kamen die täglichen Kleinkriege gegnerischer Negerstämme miteinander. Schwarze Gewalt gegeneinander und gemeinsam gegen Weiße war Normalität.

Alleine am 12. Januar 1904 ermordete eine Bande unter dem einstigen deutschen Verbündeten Samuel Maharero 119 deutsche Männer, vier Frauen und ein Säugling.

Der neue Kommandant der deutschen Schutztruppen, von Trotha, ließ nun endlich die deutsche Kolonie aufräumen.

Die Konflikte mündeten im Januar 1904 in den Hereroaufstand, der unter Führung des Häuptlings Samuel Maharero mit der Plünderung der Stadt Okahandja seinen Anfang nahm. Die Vorplanung erfolgte durch brieflichen Austausch zwischen den Stammesführern, einige der Dokumente sind heute noch erhalten. Der deutsche Distriktchef in Okahandja war damals Ralph Zürn. Zu den anfänglichen Terroraktionen der Herero gegen die Kolonistengehörte das Niederbrennen aller Farmen und Siedlungen in ihrer Umgebung, wobei ca. 150 deutsche Siedler, zumeist nur die Männer, teilweise grausam ermordet wurden.

Nach dem anfänglichen erfolgreichen Angriff der gut organisierten und mit englischen Schußwaffen ausgerüsteten Terrorbanden gegen die zahlenmäßig weit unterlegene, weil durch einen kleineren Aufstand der Bondelswarte im Süden des Landes gebundene Schutztruppe unter Gouverneur Oberst Theodor Leutwein, entsandte das Deutsche Reichein Expeditionskorps unter Generalleutnant Lothar von Trotha mit etwa 15.000 Mann, welches die Herero rasch zurückdrängte.

Der von den Deutschen am Waterberg gesuchten Entscheidungsschlacht konnten sich die Herero durch Flucht entziehen, jedoch starb eine große Zahl von ihnen in der von der deutschen Schutztruppe und den mit ihnen verbündeten Orlam-Witbooi abgeriegelten wasserlosen Omaheke-Steppe. Viele Herero – Soldaten, Frauen wie Kinder – wurden von den Brunnen abgeschnitten und verdursteten.

Über die Zahl der umgekommenen Neger gibt es stark abweichende Angaben, es dürften etwa 10.000 gewesen sein, wovon die meisten jedoch nicht durch direkte Kampfeinwirkung ums Leben kamen. 1.749 Deutsche wurden im Verlauf der Kämpfe ermordet. Etwa 1.000 Herero gelang mit ihrem Häuptling Samuel Maharero die Flucht ins Betschuanaland. Einige Reste der Herero kehrten zurück und ergaben sich. Die auf deutscher Seite kämpfenden Witbooi wurden nach Ende der Kämpfe entwaffnet und teilweise nach Deutsch-Ostafrikaumgesiedelt. Dieser Umstand gilt als Auslöser des nachfolgenden Nama-Aufstandes. Da die Herero den Befehl ausgegeben hatten, Priester zu schonen, wurden diese fälschlicherweise der Kollaboration beschuldigt und teilweise in Haft genommen.

Im Betschuanaland führten die überlebenden Herero unter Führung von Samuel Maharero ein Minderheitendasein. Eine Rückkehr nach Südwestafrika wurde ihnen nicht gestattet – auch nicht, als Südwestafrika nach dem Ersten Weltkrieg unter südafrikanische Verwaltung kam. Samuel Maherero starb 1923 im Exil, wurde am 23. August 1923 nach Okahandja überführt und dort unter Leitung des neuen Hererohäuptlings Hosea Kutako mit großem Zeremoniell beigesetzt.”

http://de.metapedia.org/wiki/Herero#Hereroaufstand

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