Schmerzmittel, Natriummangel und das Versagen der Krankenhäuser

Heute möchte ich eine Geschichte erzählen, eine wahre Geschichte, die auch Ihnen - noch heute - geschehen könnte, aus heiterem Himmel, ohne jegliche Vorwarnung. Eine Geschichte, die Ihnen Ihre Augen öffnen wird, so dass Sie demnächst mit dem Umgang von Schmerzmitteln bei Übelkeit vorsichtiger sein werden. Es ist meine Geschichte. Sie ist mir geschehen.

Schmerzmittel - Gefahren trotz sorgsamen Umganges

Ich nehme Schmerzmittel aufgrund einer chronischen HWS-Arthrose. Mir ist bewusst, dass Schmerzmittel nicht als Dauergänger verwendet werden sollen, daher wechselte ich das Schmerzmedikament mit ärztlicher Rücksprache. Bis Ende 02/18 ging alles gut. Keine Beschwerden. Keine Anzeichen darauf, dass etwas nicht stimmig sei. Ich nehme auch Blutdrucksenker, doch war mein Blutdruck jahrelang im Normmaß.

Migräne, Schläfrigkeit und Unwohlsein

Eines Morgens fühlte ich mich “merkwürdig”. Mir war schwindelig, übel und arge Kopfschmerzen plagten mich. Mein Schädel pochte. Ich konnte weder etwas trinken noch etwas essen. “Du hast Dir den Magen verstimmt!”, dachte ich. Ich ging wieder schlafen. Aus einem Tag Ruhe wurde eine Woche. Der Umstand, dass ich weder etwas essen noch trinken konnte bedingte, dass ich beständig schwächer wurde.

Das erste Krankenhaus 27.02.18, 11.30 h

(Anmerkung: Ich nenne nicht die Namen der Krankenhäuser)

Am Dienstag, dem 27.02., schleppte ich mich mit letzter Kraft zu meinem Hausarzt, schilderte ihm meine Beschwerden (mein Erscheinungsbild wirkte erschreckend auf Andere), dieser wies mich in das erste Krankenhaus ein. Ich hatte schon den gepackten Reisekoffer für das Krankenhaus dabei, da ich keine Kraft mehr hätte, nochmals nach Hause zu kriechen, einen Koffer zu packen und dann erneut zum Krankenhaus zu kriechen. Ich war total entkräftet, die Beine schmerzten und ich musste mich alle zehn Meter irgendwo setzen oder anlehnen. Ich freute mich regelrecht auf das Krankenhaus, da man mir dort endlich helfen würde. Ich hatte alles versucht, mir irgendwie Essbares zuzuführen: Zwieback. Kamileentee. Knäckebrot. Nichts konnte ich essen, nicht einmal eine Suppe. Es war schrecklich. Das Merkwürdige war, dass ich keinen Hunger hatte, auch keinen knurrenden Magen. Ich hatte bereits gewaltig abgenommen. Ich nahm jedoch meine Medikamente weiterhin ein (wenigstens diese blieben im Magen).

Kurz: Ich wurde wieder weggeschickt. Auffällig war, dass bei mir erstmals ein Blutdruck von über 250 (!) festgestellt wurde, der sofort mit Notfallmedikamenten gesenkt wurden. Dem Magenproblem wurde keine Beachtung geschenkt. Das Laborblatt wurde achtlos eingeheftet. (Dabei hätte man hier die ersten Alarmzeichen ersehen können, wäre man sorgsamer gewesen - aber dazu später).

So musste ich wieder nach Hause, wo ich schwächer wurde. Da der Koffer gepackt war, entschloss ich mich, sofort zu meinen Eltern zu fahren, damit wenigstens im Notfall Jemand zur Stelle ist. Mit letzter Kraft kam ich dort an.

Zweites Krankenhaus - erneutes Versagen

Da die Kopfschmerzen stärker wurden, mass ich meinen Blutdruck - und erschrak: wieder bei 270 (!); ich rief sofort den Notarzt, der mich zum Krankenhaus Nummer zwei brachte.

Auch dort wurde nur der Blutdruck gesenkt, Labor abgenommen. Den Laborwerten wurde wieder keine Beachtung geschenkt und ich durfte wieder nach Hause. Den Magenproblemen etc. wurde wieder keinerlei Beachtung geschenkt.

Verschlimmerung

Während des Aufenthaltes bei meinen Eltern verschlimmerte sich mein Zustand. Erstmals brach ich auf dem Flur zusammen. Ich konnte auch dort nichts essen, aber wenigstens fanden wir heraus, dass zumindest Hühnersuppe im Magen verblieb.

Auf zum Krankenhaus Drei

Ich fuhr mit meinem Vater mit der Bahn zurück nach Düsseldorf, und suchte erneut meinen Hausarzt auf, der jetzt das wahre Ausmaß der Katastrophe verstand. Bei Verordnung wurde ich dann im Krankenhaus Drei eingeliefert, wo man mir endlich auch mal zuhörte!

Kurz: Ein bekanntes Schmerzmittel baut im Körper Natrium und Kalium ab, beides benötigt der Körper zur Regulierung des Wasserhaushaltes. Die Einnahme war solange nicht problematisch, wie auch Nahrung und Wasser dem Körper zugeführt wurde. Durch eine Automatismus schöpft der Körper Natrium und Kalium aus der Nahrung/Wasser und lagert es automatisch ein. Da ich jedoch wochenlang weder trinken und essen konnte, erschöpften sich die Lager von Natrium und Kalium - und der Kreislauf spielte als Warnung verrückt. Es entstand ein lebensgefährlicher Mangel an Salz und Kalium.

Hätte ich diese Schmerzmittel nicht genommen, wäre der lebensgefährlich Mangel nicht geschehen!

Die Ärztin studierte ausgiebig die Laborwerte und erklärte mir sehr geduldig, was genau für Auswirkungen dieser Mangel auf meinem Körper hatte. Ich wurde in die Überwachungsabteilung verlegt und war zwei Wochen in Behandlung. Eingeschlichen haben sich jetzt Ohnmachtsanfälle, deren Ursache bislang nicht bekannt sind.

Was sollten Sie hieraus lernen?

Nutzen Sie Schmerzmittel niemals weiter, wenn Sie unter Übelkeit leiden und erbrechen! Bestehen Sie beim Hausarzt darauf, dass dieser Ihre Laborwerte auch eines tieferes Blickes würdigt und nicht leichtfertig zur Tagesordnung übergeht. Alle drei Krankenhäuser fertigten ein Labor an (die Laborberichte etc. liegen mir jetzt vor) und auf ALLEN dreien ist zu sehen, dass vom Krankenhaus 1 - 3 beständig die Werte für Natrium und Kalium fielen. Bereits im ersten Krankenhaus lagen beide Werte UNTER der Norm!

Bereits im ersten Krankenhaus hätte daher eine stationäre Aufnahme erfolgen müssen, um die Werte im Auge zu behalten und eine Behandlung einzuleiten. Allenfalls im zweiten Krankenhaus ebenso. Allerdings geschah vom 27.02.18 - 06.03.18 im Fall der beiden Krankenhäuser - nichts! So dass die Werte weiter gefährlich sanken.

Erst am 06.03. wurde eine Behandlung eingeleitet.

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